Spielbericht

2. Kreisklasse Staffel 1 Leipzig
15. Spieltag Saison 2017/2018
SV 1863 Dölzig - TSV Böhlitz-Ehrenberg 1990 ll
 
Nachholer des 15. Spieltages, angesetzt im Original am 17.03.2018. Gegner für die Zwote im Auswärtsspiel ist der SV 1863 Dölzig. Das Hinspiel in Böhlitz konnte der TSV mit 1:0 für sich entscheiden.
Anpfiff und Dölzig findet sofort den Weg in die Böhlitzer Hälfte, beschäftigt auf die Schnelle den TSV dort auch erstmal. Lange gelingt ihnen das aber dann doch nicht, der TSV kommt aus dem Druck heraus und in der 4. Minute in Persona Tim Görlitz in Strafraumnähe der Hausherren. Erste wirklich hoffnungsbringende Chance für Böhlitz dann in der 10. Minute: Benjamin Hirse wird im Halbfeld von den Beinen geholt, Freistoß. Görlitz führt direkt aus, der Ball kommt mit zu wenig Druck und zu ungenau aufs Tor. Er versucht es zwei Minuten später aus dem Spiel heraus aus der Distanz – links vorbei. Dölzig kommt immer besser ins Spiel und daran hat der TSV auch seinen Anteil, Böhlitz kommt mit dem Ball nicht in die Spitzen. Viele der langen Bälle aus der Böhlitzer Tiefe, sei es Abschlag, Abstoß, Langholz, weiter Pass, werden vom gegnerischen Mittelfeld abgefangen. Im Duell um den ersten Ball zieht der TSV im hohen Prozentsatz den Kürzeren. Und das nicht streckenweise, sondern dieser „Effekt“ wird sich wie ein roter Faden über die Spieldistanz ziehen. Kommt Dölzig auf diese Art in den Ballbesitz sind sie auch ganz schnell wieder in der Böhlitzer Hälfte. Eine verheißende Chance für den TSV eröffnet sich in Minute 16: Martin Kiecol holt Patrick Ronniger auf rechts von den Füßen – Freistoß 4 Meter vorm 16er. Görlitz führt wieder aus, die Abwehr des SV fängt den Ball ab. 21. Minute: der zur Bogenlampe verunglückte Abstoß von Keeper Maximilian Michalski findet seinen Weg direkt zu Daniel Ritter. Der reagiert (zum Glück) voreilig und zu überhastet so das Michalski den Abschluss von ihm sicher nehmen kann und seinen Fauxpas selber korrigieren kann. Zwei Minuten später liegt die Böhlitzer Führung in der lauwarmen Frühlingsluft. Der Ball kommt nach vorn zu Ronniger. Der geht aufs Tor, kann an den herauskommmenden Hüter Andreas Koczi vorbei spielen und trifft aus kurzer Distanz den rechten Pfosten. Er kommt nochmal an den zurückkommenden Ball kann aber nicht mehr gefährlich werden. Durch den Umstand das die Böhlitzer Abwehr um Tommy Reiber starken Einsatz zeigt geht es trotz zunehmender Vorstöße des SV mit dem 0:0 in die Pause. Wie schon erwähnt kommt Böhlitz nur schwer in die Tiefe der gegnerischen Hälfte, bei Dölzig läuft viel über ihre linke Seite mit Daniel Ritter als Strippenzieher.
Eine kadertechnische Veränderung gibt es bei Dölzig zum Wiederanpfiff, Ferat Salmi bleibt draußen und Dominique-Julian Kloß kommt ins Spiel. Dölzig gleich wieder im Vorwärtsgang, gleich wieder in der Offensive. 49. Minute: Aydan Sali links auf Kiecol rechts, sein Schuss blockt Maik Pestel mit dem Körper. Böhlitz wird weiter defensiv gefordert, die „Ausflüge“ in die gegnerische Hälfte noch seltener. Erster Böhlitzer Wechsel in der 55. Minute – Andy Haarseim für Maik Pestel. Eine Minute später der zweite Wechsel beim SV, Philipp Steinbach raus und Sven Streller rein. Der Druck nimmt zu, die Situationen werden haariger – 60. Minute: Kloß tanzt von links kommend die Seite der Abwehr aus und kommt zum Schuss. Er bringt den Ball an Keeper Michalski vorbei aufs Tor, Darren Motzigemba springt in die Schussbahn und schafft es den Ball noch über die Querlatte zu köpfen! Seine starke Aktion hält den TSV erstmal weiter im Spiel. Letzter Wechsel des Spiels und zweiter Wechsel beim TSV in Minute 67: Alex Chatzini verlässt das Feld und für ihn kommt Kevin Lange. Eigentlich ist es schon fast ein kleines Wunder das der TSV bis jetzt diese Null verteidigen kann und noch nicht gegen die offensiven spielenden Dölziger hinten liegt. Dieses kleine Wunder zerplatzt dann in der 73. Minute. Kevin Löffler setzt sich bis an die linke Grundlinie durch und kann von dort gezielt den Pass diagonal nach halbrechts auf Ritter bringen. Der hat Platz und zieht straff ab – 1:0. Die Möglichkeiten für den TSV in der restlichen Spielzeit bleiben weiter sehr rar gesät. Für Dölzig tun sich noch Möglichkeiten auf – 77. Minute: Jens Lehmann trifft das Außennetz. 80. Minute: Reiber kann vorm Fünfer gerade noch gegen Streller klären. 82. Minute: Michalski schafft es einen straffen hohen Schuss über die Latte zu lenken. 87. Minute: Löffler setzt das Leder im Abschluss übers Tor. Trotz diesen kompakten Schlussprogramms markiert das 1:0 den Endstand. Realistisch gesehen wäre ein 0:0 geschmeichelt gewesen, das 1:0 reißt keine zu tiefen Wunden. Im direkten Vergleich – jede Mannschaft drei Punkte und 1:1-Tore, damit kann man leben. Nächsten Samstag geht es nach Lausen, da ist auch noch ein Deckel offen. Dank eines 1:2 in Böhlitz hatte Lausen alle drei Punkte im Hinspiel mitgenommen.          
 
TSV Böhlitz-Ehrenberg:  Michalski – Reiber – Pestel (55. Minute Haarseim), Motzigemba – Split, Chatzini (67. Minute Lange), Hahn, Schulze – Hirse – Görlitz, Ronniger
 

Zuschauer: 20




2. Kreisklasse Staffel 1

17. Spieltag Saison 2017/2018

TSV Böhlitz-Ehrenberg ll – SpG Großdalzig/Räpitz/Kitzen  

Die erzwungene Fussballabstinenz der letzten Woche und ein Wetter das zeigt wie es die letzten Wochen hätte sein können locken am Ostermontag nach Böhlitz. Heimspiel der 2. Herren gegen gleich drei Mannschaften – die Spielgemeinschaft von Großdalzig/Räpitz/Kitzen ist der Gegner. Temporär steht die SpG Tabellentechnisch über der Böhlitzer Zwoten und das bedeutet was? Genau – nicht viel.

Wobei die SpG nach den ersten Minuten nach dem Anpfiff den Kopf ein Stück höher bekommt. Nach einer Abtastphase was hauptsächlich im Mittelfeld stattfindet kommen sie zu ihren ersten Lichtblicken. 9. Minute: Eric Lüttich versucht es aus der Distanz, der Ball geht oben links vorbei. 11. Minute: schneller Konter der Gäste über links, auch Robert Hanke fehlt noch die nötige Feinjustierung um hier schon was am Spielstand zu drehen. 14. Minute: Freistoß für die SpG halblinks vorm 16er. Patrick Bauch führt aus und brennt der Böhlitzer Mauer den Ball auf den Pelz. Böhlitz ist bis jetzt noch nicht wirklich zu der Gelegenheit gekommen den gegnerischen Hüter ernsthaft unter Druck zu setzen und/oder in Verlegenheit zu bringen. Chancen bis dahin rar gesät. Böhlitz kommt auch in die Vorwärtsbewegung, Tim Görlitz setzt sich auf halbrechts durch. Er geht mit Ball in die Mitte und zieht von da aus ab, der Ball schlägt unten links ein – 18. Minute: der TSV geht mit 1:0 in Führung! Der Treffer tut gut, löst jetzt aber keinen fußballerischen Euphorielauf aus. Es geht als recht unaufgeregtes Spiel mit beiderseits minimalen Vorstößen auf den gegnerischen Strafraum und Tor weiter. Erst nach einer gespielten halben Stunde wieder mal ein Blutdruckheber – Dennis Müller steht rechts am Fünfer als er in Ballbesitz kommt. Er nimmt an, dreht sich noch ein Stück und zieht ab. Keeper Tommy Reiber bekommt noch reaktionsschnell den Fuß dran und entschärft. Im Gegenzug hat Alexander Schwarz den zweiten Böhlitzer Treffer auf dem Fuß – 34. Minute: aus zentraler Position zieht er sehr vielversprechend ab. Auch Keeper Morris Wolf der SpG ist auf Zack, er schafft es noch den Ball übers Gehäuse zu lenken. Böhlitz ist es nicht vergönnt mit der Führung in die Pause zu gehen, in der 39. Minute fressen sie das 1:1. Eric Lüttich auf halblinks im Ballbesitz, Dennis Müller kreuzt ihn und nimmt den Ball mit. Er dreht sich und schiebt lang in die untere rechte Ecke ein. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff hat Max Reimann noch eine Gelegenheit, sein Schuss landet in den Armen von Keeper Wolf. Schon vor dem Gegentreffer ist die SpG etwas dominanter, der TSV zu harmlos und in vielen Situationen zu ungenau.

Beide Teams mit personellen Änderungen zu Beginn der zweiten Hälfte: bei der SpG bleibt Tom Engelage draußen, für ihn kommt Daniel Ludwig. Beim TSV läuft Jan Barth für Christian Hahn auf. Halbzeit Zwo beginnt mit einem Schlagabtausch. Bei Böhlitz ist es Henri Schulze, er bringt den Ball gut aufs Tor, Keeper Wolf lenkt ihn drüber. Im Gegenzug hält Reiber den TSV im Spiel, er pariert aus kurzer Distanz. 54. Minute: Freistoß für den TSV, Tim Görlitz führt von halbrechts aus. Er bringt den Ball aufs Tor, in kurzer Distanz zum Kasten steht Jan Barth auf der linken Seite und köpft das Leder zum 2:1 ein! Zu diesem Moment sprach nicht viel dafür aber der TSV hier wieder in Führung. Zwei Wechsel kurz hintereinander bei Böhlitz, in der 56. Minute kommt Darren Motzigemba für Robin Thomas Mädchen und in der 57. Minute Kevin Lange für Alexander Schwarz. Die SpG drückt im weiteren Spielverlauf wieder verstärkt auf den Ausgleich, Böhlitz öffnet ihnen mit Fehlpässen und unnötigen Ballverlusten dazu streckenweise die Tür. Streckenweise schafft es die SpG Böhlitz in der eigenen Hälfte zu binden und zu beschäftigen, in die gegnerische Hälfte kommt der TSV stichartig. So in der 78. Minute: ein butterweicher Pass von Görlitz aus der Mitte zu Reimann auf rechts. Der geht aufs Tor und verzieht bedrängt knapp drüber. Zwei Minuten vor der Aktion der letzte Wechsel im Spiel, bei der SpG verlässt Johannes Hüneburg das Feld und Rico Schwalbe betritt den Rasen. Keine der beiden Mannschaften brennt in der Schlusssequenz ein fußballerisches Höhenfeuerwerk ab, die SpG hat auch da (vorsichtig ausgedrückt) mehr Spielanteile. Eine sehenswerte Chance hat der TSV noch in der 85. Minute: Kevin Lange bringt einen direkten Freistoß schön an der Mauer vorbei auf die rechte Seite, Keeper Wolf schafft es noch den Ball wegzulenken. Das 2:1 markiert dann den Endstand, der Heimsieg eine schwere Geburt. Die Hauptsache ist aber das die drei Punkte in Böhlitz geblieben sind, über das wie weht bald der Wind des Vergessens. Nicht zu vergessen der nächste Termin – am nächsten Samstag, den 07.04., geht es zum Tabellenfünften SV 1863 Dölzig. Das Hinspiel konnte der TSV hauchzart nach dem Treffer von Tim Görlitz mit 1:0 für sich entscheiden -  do it again Tim.

TSV Böhlitz-Ehrenberg: Reiber – Pestel, Scharschmidt, Plautz – Hahn (46. Minute Barth) – Schwarz (57. Minute Lange), Hirse, Schulze – Reimann, Görlitz, Mädchen (56. Minute Motzigemba)
Zuschauer: 50


2. Kreisklasse Staffel 1 

14. Spieltag Saison 2017/2018  TSV Böhlitz-Ehrenberg ll – TSG Blau-Weiß Großlehna 1990


„Ich glaub es geht schon wieder los…“ – der 1988er Ohrwurm (zwar nicht für jedes Ohr) von Schmacht- und Schnulzeningenieur Roland Kaiser schwebt über den heutigen Spieltag. Rückrundenstart, die Zwote beginnt mit einem Heimspiel. Zu Gast ist die zweite Mannschaft der TSG Blau-Weiß Großlehna. Das Hinspiel konnte Böhlitz bei ihrer damaligen furiosen Auftaktserie mit 1:3 für sich entscheiden. Gut gestartet und im weiteren Saisonverlauf solide eingepegelt ist das Spiel heute auch eine Art kleine Standortbestimmung. Im letzten Spiel der Rückrunde am 18.11.2017 haben sie sich mit einem sehenswerten 8:0 Erfolg gegen Bienitz/Leutzsch/West 03 in den Winter verabschiedet. Das einzige angedachte Test-/Freundschaftsspiel gegen Turbine Leipzig ist ersatzlos dem Wetter zum Opfer gefallen.

Das Wetter heute ist Sonne satt bei -4 Grad, der Wind macht es für die Anwesenden spannend. Anpfiff und in den ersten Sequenzen kommen die Gäste zur etwas besseren Spieleröffnung und zur ersten Chance. 4. Minute: Paul Reuther legt von rechts zu Niels Sandro Müller auf, der vorm Tor drüber. Viel Glück für den TSV dabei denn keiner der beteiligten Spieler konnte ihn effektiv am Abschluss hindern. Böhlitz findet im Gegenzug auch langsam die Richtung auf das Gegentor, suchen ihre Möglichkeiten. Und sie gehen in der 7. Minute auch in Führung, den Treffer erzielen aber die Gäste – 1:0 für den TSV durch Eigentor von Thomas Arth. So eine frühe Führung kann die einen beflügeln und die anderen bremsen, hier passiert spürbar wenig davon. Es baut sich ein Spiel auf was zwischen den Strafräumen stattfindet, was im Mittelfeld von beidseitigen Fehlpässen und Ballverlusten lebt. Keins der beiden Teams kann das andere anhaltend in der eigenen Hälfte binden, keins kommt im Strafraum des Anderen lange zum Zug. So laufen knapp die ersten beiden Drittel der Hälfte Eins von der Uhr. In der 27. Minute dann ein Rütteln in der fußballerischen Lethargie. Georg Reinhardt wird aus der Mitte heraus bedient und kommt über links allein aufs Tor. Er ist aber langsamer als der entgegenkommende Tommy Reiber der die Situation sauber bereinigen kann. Zwei Minuten später lenkt Keeper Maximilian Michalski einen straffen Schuss aus rund 18 Metern über die Latte. Es ist wieder etwas Spannung in die Partie gekommen und die Gastgeber legen noch ein Sahnehäubchen drauf. 32. Minute: Patrick Ronniger bringt von links die Vorlage und Max Reimann schiebt zum 2:0 ein! Es dauert aber nicht lange, genau gesagt vier Minuten, und die TSG schließt wieder auf. 36. Minute: Martin Grube wird im TSV-Strafraum von den Füßen geholt, Schiri Kunz zeigt auf den Punkt. Reuther tritt zur Ausführung an – seinen ersten Schuss kann Michalski parieren, der Schütze läuft ungehindert ein und verwandelt im Nachschuss zum 2:1. Direkt danach macht es der TSV den Gästen zu leicht. Abspielfehler in Böhlitzer Reihen, Martin Grube holt sich problemlos den Ball. Er versucht es über links bekommt aber im Abschluss zu wenig Druck dahinter. In den letzten zehn Minuten hat die TSG mehr Zug aufs gegnerische Tor als umgekehrt, kann aber nichts draus machen. In der 41. Minuten kommt wieder ein Gegner über die linke Seite durch, bevor es brenzlig werden kann klärt Maik Pestel. Mit dem 2:1 geht es in die Pause.

Drei Spieler bleiben zum Wiederanpfiff auf der Bank und drei neue laufen auf, zwei bei Böhlitz und einer bei Großlehna – beim TSV Benjamin Hirse für Robin Thomas Mädchen und Jan Barth für Patrick Ronniger, bei der TSG Alexander Philipp Rutte für Steven Vorig. Und Barth setzt sich in der 50. Minute in Szene, er scheitert nach einem Solo über links erst am Hüter Patrick Arth. Die zweite Halbzeit setzt nahtlos an der Ersten an, sparsam an Höhepunkten und fußballtechnischen Akzenten. Beide Mannschaften kommen, zwar selten, aufs Tor des Gegners – beide machen nichts draus. Beispiel 63. Minute: Freistoß TSV von der linken Seite, Tim Görlitz führt aus. Der Ball kommt gut aufs Tor, keiner der anwesenden Böhlitzer Spieler kann ihn verwerten. Sachlich betrachtet hat der TSV mehr Anteile am Spiel, kann die TSG vom eigenen 16er weitläufig fernhalten, kommt zu Lichtblicken die Potential zur Ergebniserhöhung haben. Das hat aber nichts mit der Floskel „sie verwalten die Führung“ zu tun. Sie können schlicht und ergreifend nichts aus ihren Möglichkeiten machen. Und es kommt wie es in solchen Situationen gern mal kommen muss. 80. Minute: Ecke für die Gäste, der Ball kommt vors Tor und wird nicht konsequent genug verteidigt/geklärt. Damit kommt die TSG wieder zum Zug – Reinhardt erzielt den 2:2 Ausgleich. Futter fürs Phrasenschwein? Wer sie vorn nicht macht bekommt sie hinten rein. Und vorn gab es durchaus die Möglichkeiten die Führung auszubauen. Rechnerisch ist noch genug Zeit, spielerisch geht es so weiter wie bisher. In der 90. Minute hätte Böhlitz das Ding durchaus doch noch drehen können. Die Flanke kommt vom wieder eingewechselten Ronniger von der linken Seite hoch aufs Tor. Barth steht am Fünf-Meter-Raum. Ihm rutscht der Ball über den Kopf und geht rechts am Tor vorbei. Wenig Nachspielzeit, das Spiel endet mit dem 2:2. Nüchtern betrachtet ein dem „Niveau“ des Spiels gerechtfertigtes Unentschieden. Wenn alles optimal läuft geht es nächste Woche nach Probstheida zur zweiten Mannschaft des FC Lok Leipzig. Das wird eine andere Hausnummer als die Partie heute…….    

TSV Böhlitz-Ehrenberg: Michalski – Pestel, Reiber, Scharschmidt – Reimann, Hahn, Chatzini, Motzigemba – Ronniger (46.   Minute Barth) – Görlitz (72. Minute Haarseim), Mädchen (46. Minute Hirse)

Zuschauer: 20



2. Kreisklasse Staffel 1 

13. Spieltag Saison 2017/2018 TSV Böhlitz-Ehrenberg ll – SpG Leipzig-Bienitz ll/ TuS Leutzsch ll/ West 03 ll

13. Spieltag, zwölftes und letztes Spiel der Hinrunde für die Zwote. Es geht auf heimischen Grün gegen eine „Leipzig-West-Auswahl“ – gegen die Spielvereinigung aus den zweiten Mannschaften der Vereine Bienitz, TuS und West 03. In dieser Saison haben der TSV und die SpG schon einmal die Schienbeinschoner gekreuzt und zwar in der 2. Runde des Wernersgrüner Stadtpokals. In dieser Partie gewann die SpG in Bienitz recht deutlich mit 4:2, dementsprechend sind heute die Erwartungen und Befürchtungen in diesem Derby. Auf Grund von Farbähnlichkeiten bei den Trikots wird Böhlitz auf die Schnelle in eine Farbkombination „gezwungen“ womit man bei weltentfremdeten Modeschöpfern zum Trendsetter wird.
Anpfiff und es beginnt mit einem leichten Abtasten auf beiden Seiten. Das Spiel hält sich in der Anfangssequenz in Waage, keine der beiden Mannschaften kommt vorschnell in Front. Erste Chance für den TSV in der 7. Minute – Dimitri Albrandt wird von den Beinen geholt. Den Freistoß führt Julian Menzel aus, der Ball geht in geringen Abstand über das rechte Lattenkreuz. Aus dem Abstoß folgt der Konter, den beendet Maik Pestel indem er im 16er Alexander Schröder den Ball vom Fuß spitzelt. Allzu viel Zeit ist noch nicht von der Uhr gelaufen trotzdem zeigt sich schon das die SpG nicht so dominieren kann wie noch im Pokal und das Böhlitz geordneter auftritt. Der TSV kommt mittlerweile auch häufiger aufs Tor der Gäste als umgekehrt, kommen zu mehr Vorteilen. Sie gehen in diesen Situationen aber noch etwas zu inflationär mit ihren Chancen um. 18. Minute: Freistoß von Menzel nach Foul an Menzel. Er bringt den Ball gut auf die rechte Seite wo Tim Görlitz die Rolle des Abnehmers übernehmen soll. Er ist in dem Moment leider nicht energisch genug, die Chance verpufft. Wenn die SpG Richtung Hausherren-Tor aufbricht stoßen sie auf eine solide stehende und agierende Böhlitzer Abwehrkette die vieles schon im Ansatz unterbindet. Sicherlich auch deswegen versucht es Ronny Hafke in der 23. Minute mit straffen Schuss das Leder aus der Distanz unter die Latte zu platzieren. Keeper Maximilian Michalski geht hoch und pariert den Schuss. Unmittelbar danach wieder die Gäste in der Offensive, diesmal geht Andy Haarseim in letzter Distanz dazwischen. 26. Minute – die Hausherren setzen dem Geplänkel ein Ende. Der Ball kommt von links und der zentral stehende Görlitz zwirbelt ihn durch die Spielerreihen durch. Leicht abgefälscht landet er im Tor – der TSV geht mit 1:0 in Führung. Die dadurch freudig erhitzten Böhlitzer Gemüter kommen nicht zum Abkühlen – in der 28. Minute macht Menzel das 2:0. Schöner schneller Doppelschlag der den TSV in eine komfortablere Stellung bringt. Die SpG ist bestrebt das Gleichgewicht nicht noch weiter aus dem Ruder laufen zu lassen. 30. Minute: Hafke kommt schnell über die linke Seite Richtung Grundlinie, er gibt parallel zum Tor lang auf rechts um seine dort lauernden Mitspieler zu bedienen. Pestel lässt es erst gar nicht so weit kommen und geht erfolgreich dazwischen. Die Reaktion des TSV – 32. Minute Vorlage Görlitz, Torschütze Menzel – 3:0! Man muss nicht die rosarote Brille strapazieren um zu erkennen das Böhlitz immer besser das Spiel in die Hand bekommt. Die SpG kommt immer stärker in die Defensive, allerdings bleibt die Chancenverwertung vorerst das Sorgenkind des TSV. 37. Minute: Michalski mit weiten Abschlag zu Menzel in der Spitze, der von rechts weiter auf die linke Seite zu dem einen Schritt zu spät kommenden Görlitz. Kurz vor der Pause sind die Gäste noch mal am Zug. Den Versuch von Schröder blockt Darren Motzigemba und kann im Fallen den Ball auch noch wegschlagen. Mit dem 3:0 geht es in die Pause, Böhlitz im Spielverlauf druckvoller geworden aber noch lassen sie zu viel liegen.
Das Böhlitzer Spiel begeistert nicht nur die rund 30 Zuschauer am Rand auch Petrus wird neugierig. Mit Wiederanpfiff schiebt er die Wolken zur Seite und die Sonne kommt raus. Das beflügelt offensichtlich auch die Gäste, sie kommen energisch aus der Pause und drücken in die Böhlitzer Hälfte. Da bleibt es nicht aus das sich auch Möglichkeiten auftun. 53. Minute: Freistoß für die SpG, Hafke führt aus. Er spielt von der rechten Seite auf den linksstehenden Maik Schleuning. Der kommt zum Abschluss den Keeper Michalski über die Latte lenken kann. Aus der daraus folgenden Ecke entsteht keine Gefahr. Der TSV wird wieder offensiver und bringt das Spiel über die ganze Länge. Zum Beispiel in der 57. Minute: Görlitz auf der rechten Seite gibt auf Menzel in der Mitte. Der spielt den Ball nach vorn links in den freien Raum vor Jan Barth, sein Schuss geht hoch aufs Tor. Keeper Christian Sauerbrei bekommt die Hand hoch, der Ball rutscht aber über die Selbe – 4:0. In ähnlicher Manier macht es Patrick Ronniger in der 65. Minute – sein Heber über den Hüter bringt das 5:0. Die nächsten Minuten stehen im Zeichen der Wechsel. Den Beginn machen die Gäste in der 67. Minute, Tom Hoppe kommt für Trong Ngo Duc. Bei den Gastgebern geht in der 68. Minute Patrick Ronniger vom Platz und Christian Hahn läuft auf. Letzter Wechsel beim TSV und im Spiel insgesamt dann in der 71. Minute – Alex Chatzini für Tim Görlitz. Das hier noch etwas zu Ungunsten des TSV kippen könnte findet in den Gedanken aller Anwesenden kaum noch Platz, Böhlitz zeigt dafür auch ordentlich Einsatz auf dem Rasen. Aber sie lassen weiterhin viel zu viel liegen. 72. Minute: Motzigemba startet im Halbfeld ein weites Solo aufs Bienitz-Tor. Er kommt sauber durch, hat nur noch das Tor und den Hüter vor sich – er verzieht am Tor vorbei. 73. Minute: Menzel legt von links nach rechts zu Chatzini auf – Schleuning kommt dazwischen. Das es doch noch geht zeigt in derselben Minute Christian Hahn, er macht das 6:0. Obwohl die SpG sich mittlerweile lustlos/demotiviert/freudlos/frustriert (nichtzutreffendes bitte streichen) streichen sie nicht die Segel. In den letzten zehn Minuten kommen sie sogar wieder häufiger Richtung Tor des TSV. Doch in der Abwehr oder beim Keeper ist dann Endstation. In die Gegenrichtung kann Böhlitz noch weiter drauflegen – 86. Minute: Menzel spielt den Ball von links in den Fünf-Meter-Raum, Hahn schlenzt zum 7:0 ein. 89. Minute: wieder eine mustergültige Vorlage von Menzel im 16er zu Barth – 8:0. Einem bleibt aber heute ein Torerfolg verwehrt. Trotz Bemühungen kann Alex Chatzini hier nicht punkten. Ein Treffer von ihm zappelt zwar im Netz, der Schiri hat aber das Abseits erkannt. Dann muss es eben im nächsten Spiel klappen! Das 8:0 markiert dann auch den Endstand. Die Zwote verabschiedet sich mit einem beeindruckenden Kanter(Derby)sieg und einen nicht unzufriedenstellenden sechsten Tabellenplatz in ihre Winterpause. Die Mannschaft hat heute auf allen Positionen einen sehr stimmigen Eindruck gemacht, das lässt für die Rückrunde hoffen. Und die startet am 03.03.2018, für den TSV mit dem Heimspiel gegen die TSG Blau-Weiß Großlehna 1990. Das Hinspiel konnte Böhlitz mit 1:3 für sich entscheiden.

TSV Böhlitz-Ehrenberg: Michalski – Pestel, Haarseim, Scharschmidt – Splitt, Albrandt, Ronniger (68. Minute Hahn), Motzigemba – Barth, Menzel, Görlitz (71. Minute Chatzini)

Zuschauer: 30






2. Kreisklasse Staffel 1

11. Spieltag Saison 2017/2018

TSV Böhlitz-Ehrenberg ll – SSV Kulkwitz ll

Ein Punkt aus den letzten vier Spielen ist nicht wirklich ein Anlass sich zufrieden zurück zu lehnen, auch und erst recht nicht für die Zweite Mannschaft des TSV. Das heutige Heimspiel soll eine Dreifacheinzahlung auf das Punktekonto bringen, zu Gast ist die zweite Mannschaft des SSV Kulkwitz.
Das Team aus dem unteren Drittel der Tabelle fängt schneidig an, mit Anpfiff kommt die erste Welle aufs TSV-Tor. Im Duett kommen Paul Gleffe und Florian Truppel über links hinter die Abwehr, abgefälscht landet der Ball bei Keeper Maximilian Michalski. Die Antwort des TSV lässt nicht lange auf sich warten. In der 2. Minute bedient Robin Thomas Mädchen aus der Mitte heraus Darren Motzigemba in der Spitze. Sein Abschluss landet in den Händen von SSV-Keeper Maik Hesse. Keine der beiden Mannschaften bekommt in dieser Frühphase die Oberhand über das Spiel, es geht schnell offensiv nach beiden Seiten. 4. Minute: Pierre Hamann kommt mit Speed über die linke Seite. Tommy Reiber ist ihm auf der Hacke und er spitzelt den Ball im richtigen Augenblick vom Fuß Richtung Toraus. Die daraus resultierende Ecke bringt keine Gefahr. Böhlitz beginnt etwas mehr Druck aufzubauen als Kulkwitz, sind verstärkt in deren Hälfte und vor ihrem Tor. Allerdings lassen sie da den Nachdruck vermissen, wirken etwas zu anspruchslos in diesen Situationen. Wenn es aus der Nähe nicht fruchtet geht es vielleicht aus der Distanz denkt sich Dimitri Albrandt, sein straffer Schuss aus dem Halbfeld in der 16. Minute geht leider drüber. Kulkwitz ist zwar nicht so oft vorm Böhlitzer Kasten wie umgekehrt, wenn dann aber erstmal gefährlicher. 20. Minute: wieder Hamann diesmal von rechts. Seinen ersten Schuss blockt Michalski ab, der Nachschuss trifft den Außenpfosten. Das Spiel verliert nach und nach an Dynamik, es ist eine Ranküne im Mittelfeld die immer wieder durch kleinere Fouls unterbrochen wird. Ein nachhaltiger Spielaufbau bleibt dadurch beiden Seiten zunächst verwehrt. Aufbruch dieser Kruste in der 29. Minute – Motzigemba geht durch die Mitte aufs Tor, Hesse kommt ihn in die Quere. Ballverlust der bei Mädchen endet. Er verzieht am Tor vorbei. Mehr Glück dann vier Minuten später. Freistoß der von Henri Schulze ausgeführt wird. Seine Flanke kommt aufs Tor und verursacht im Fünf-Meter-Raum ein ordentliches Gewühl. Und mit Kulkwitzer Hilfe macht Max Reimann das 1:0, der TSV hier in Führung! Der Führungstreffer bringt ein gutes Gefühl, ist aber nichts worauf man sich ausruhen kann. Schon gar nicht, wenn der Gegner auf schnelle Ergebniskorrektur drängt. Einen Vorstoß in dieser Mission unterbindet Reiber in der 34. Minute sehr rigoros, er holt Gleffe vorm 16er von den Stollen. Freistoß, Toni Kindervater führt aus und bringt den Ball in die Hände von Michalski. Per vermehrten Standards wie zum Beispiel Ecken kann der SSV sich eine Zeitlang in der Böhlitzer Hälfte festhalten, eine Änderung am Spielstand kommt dabei aber nicht zu Stande. So geht es mit dem 1:0 in die Pause. Fazit der ersten Hälfte: ein Spiel was bis hierhin auf beiden Seiten mit vielen individuellen Fehlern gespickt ist. Böhlitz schon die etwas bessere Mannschaft bei der man aber den Biss in der Endkonsequenz vermisst.
Der TSV mit zwei personellen Änderungen zum Wiederanpfiff – für Patrick Ronniger kommt Tim Görlitz und für Henri Schulze Benjamin Hirse. Auf der Gegenseite bleibt Toni Kindervater draußen, für ihn läuft Maxe Bennemann auf. Die Hausherren kommen etwas besser ins Spiel, die hohe Fußballkunst wird aber auf beiden Seiten nicht zelebriert. Die Partie geht eher zunehmend in die Richtung „Egal was du triffst- es ist ein Gewinn“. Aus so einer Konstellation kommt der TSV in der 58. Minute zum Freistoß. Tim Görlitz visiert knapp unter der Latte an, Keeper Hesse schaufelt den Ball über dieselbe. Im weiteren Spielverlauf werden die beiden Hüter vorübergehend zu Minderbeschäftigten, das Spiel findet zwischen den Strafräumen statt. Kein Raumgewinn auf beiden Seiten, kein Durchkommen. Erst in der 70. Minute ändert sich der Stil – Albrandt lässt vorm 16er der Gäste den Ball auf Kopf und Schulter tanzen und schafft es so trotz „Bewachung“ auf Jan Barth weiter zu geben. Der versucht es hoffnungsvoll aber Keeper Hesse bekommt noch die Fußspitze an den Ball. Der Konter der Gäste aus dem Abschlag heraus lässt es beim TSV kurz aber heftig brennen. Der Gegner kommt aufs Tor, Michalski macht für den Moment zwar nicht viel verkehrt in dem er den kurzen Pfosten zumacht und nach unten geht. Den Gegentreffer hätte er aber nicht mehr verhindern können, der Stürmer kommt um ihn herum und hat das vermeintlich freie Tor vor sich. Reimann versaut ihm den Moment indem er im allerletzten möglichen Zeitpunkt den Ball vor der Linie wegkratzt und die Situation entschärft. Der TSV führt zwar immer noch aber das 1:0 ist nicht wirklich zufriedenstellend. Böhlitz erhöht die Schlagzahl um in Chancenschaffende Möglichkeiten zu kommen und sie werden auch dafür belohnt. Die Verwertung allerdings lässt alle Anwesenden am Rand nur die Wahl zwischen schlagartig ergrauen oder Haare gleich komplett ausraufen. 73.Minute: der vom Hüter zurückkommenden Ball kommt zu Görlitz, der im Abschluss drüber. 75. Minute: Mädchen schiebt den Ball in die Arme des am Boden liegenden Hesse. 77. Minute: Barth in die Hände des Hüters. 79. Minute: Flanke von Mädchen zu Reimann, der scheitert in kürzester Distanz am Hüter. 80. Minute: Görlitz bringt den Ball von der linken Grundlinie vors Tor, Hirse kommt eine Schuhspitze zu kurz. 82. Minute: Albrandt zu Mädchen, der trifft die Latte. Der Abpraller kommt zu Hirse und sein Schuss endet beim Keeper. Einhelliger Tenor vom fachgesegneten Publikum auf den Bänken – die können hier noch drei Stunden spielen ohne zu treffen. Die drei Stunden dauern dann doch bloß 180 Sekunden – 85. Minute: den Schuss von Mädchen pariert Keeper Hesse, den Nachschuss veredelt Barth zum sehnsüchtig erwarteten 2:0. Letzter Wechsel beim TSV und im Spiel überhaupt, in der 88. Minute tauschen Alexander Chatzini und Robin Thomas Mädchen die Plätze. Kulkwitz bäumt sich in den Schlussminuten zwar noch einmal etwas auf, das 2:0 geht so aber über die Ziellinie und in die Statistiken ein. Heimsieg und endlich wieder drei Punkte für die Zwote - schwere Geburt, Eltern geschafft und das Kind etwas zu mickrig.
Nächste Woche geht es nach Zwenkau ins Eichholz zur dritten Mannschaft des VfB, ein etwas anderes Kaliber als der Gegner heute. Gruß ans Phrasenschwein – aber keiner ist unschlagbar……

TSV Böhlitz-Ehrenberg: Michalski – Reiber – Scharschmidt, Albrandt, Plautz – Reimann, Ronniger (46. Minute Görlitz), Mädchen (88. Minute Chatzini), Motzigemba – Schulze (46. Minute Hirse), Barth

Zuschauer: 20




2. Kreisklasse Staffel 1 Leipzig
9. Spieltag Saison 2017/2018
TSV Böhlitz-Ehrenberg 1990 ll – SV Grün-Weiß Miltitz ll

Heimspiel für die Zwote des TSV, zu Gast auf heimischen Rasen die zweite Mannschaft des SV Grün-Weiß Miltitz. Duell in relativer Tabellennachbarschaft, Böhlitz steht mit 3 Punkten Vorsprung auf Miltitz ein klein wenig besser da.
Gab es vor Anpfiff noch Nachwehen des goldenen Oktoberwetters zieht es sich mit Spielbeginn zu – ein Omen? Aberglaube ist was für seichte Gemüter und unglücklich Liierte, im Fußball zählen genug andere Faktoren. Böhlitz mit einer etwas eigenwilligen Spieleröffnung, der Ball wird in den eigenen Reihen und der eigenen Hälfte gespielt. Erstmal kein Vorwärtsdrang. Das kann gut gehen, birgt aber auch Risiken. So wie in der 2. Minute: in das Schübchen spitzelt der Gegner, Ballverlust und Angriff. Glück das Robert Langner am Tor vorbei verzieht. Kein Glück sondern hohe Aufmerksamkeit zwei Minuten später: ähnliche Situation wie gerade eben nur diesmal geht „Stahlbesen“ Tommy Reiber zeitig genug dazwischen. Im Gegenzug setzt der TSV ein Achtungszeichen – Max Reimann auf Henri Schulze und der scheitert am Queraluminium. War schon einer aus der Kategorie hochkarätiger. Manchmal braucht es zwei Anläufe um mit dem Kopf durch die Wand zu kommen bzw. den Ball im Netz zu versenken – 8. Minute: langer Ball von Reiber auf Jan Barth. Der wird von den Beinen geholt – Freistoß. Patrick Ronniger bringt den Ball auf den kurzen Pfosten und Schulze nickt zum 1:0 ein. Jubel am Rand mischt sich mit nachdenklichen Gedanken: vorige Woche in Lindenau macht Schulze auch den Führungstreffer und das Spiel ging dann verloren. Aber wie gesagt Aberglaube und so. Dann doch Stirnrunzeln in der 17. Minute. Keiner bekommt in der kurzen Distanz Robert Hoppe gestoppt, nachdem er diverse Spieler des TSV auf dem Bierdeckel ausgetanzt hat macht er das 1:1. Er versucht es dann noch mal in der 21. Minute, der von ihm getretene Freistoß bleibt aber in der Mauer hängen. Zu den Attributen von Miltitz zählt auch das sie gern mal etwas körperbetonter spielen, auch heute hier wird es etwas rauer allerdings ohne das es in die Unsportlichkeit und/oder Unfairness übergeht. Auch Böhlitz trifft im Eins zu Eins nicht immer nur den Ball. 26. Minute: Langner kommt über die rechte Seite in den Böhlitzer 16er. Max Scharschmidt will verhindern dass er zu weit ins Hoheitsgebiet eindringen kann und holt ihn dabei von den Füßen. Der Schiri zeigt auf den Punkt, Elfmeter für Miltitz. Ron Graf übernimmt die Verantwortung. Er nagelt das Ding straff unter die Latte und verlädt so Keeper Maximilian Michalski der auf eine der Ecken spekuliert hatte. 1:2 und Böhlitz damit im Rückstand. Demselbigen hechelt Böhlitz jetzt hinterher, Zeit ist zwar noch ausreichend aber mit einem Rückstand in die Pause zu gehen kann gewisse psychologische Effekte beschwören. Somit wird die 41. Minute zum Balsam – langer Ball von Reiber auf Schulze. Der läuft durch, behält den Überblick und macht den Ausgleich – 2:2. Und damit geht es in die Pause.
Personelle Änderungen zum Wiederanpfiff auf beiden Seiten. Bei Böhlitz bleibt Patrick Ronniger draußen, für ihn kommt Philipp Binder. Bei den Gästen wie folgt: Luis Müller für Sven-Richard Mühlstädt und Dominik Schütz für Christian Wießner. In der zweiten Hälfte wird es ein Spiel vorwiegend im Mittelfeld. Die Torhüter sind über weite Strecken vom Spielbetrieb so gut wie ausgeschlossen. Das Spiel „lebt“ von Ballverlusten und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Die Hausherren könnten mehr draus machen, es wird allerdings zu wenig über Spiel und Kombination gemacht dafür mehr über weit und weg mit dem Ball. Problem ist das der Ball dann dort landet wo niemand ist und/oder zu schnell zurückkommt. Und dann kommt noch das Pech dazu. So wie bei Darren Motzigemba in der 73. Minute. Freistehend vorm gegnerischen Tor verspringt ihm der Ball. Auch beim SV sieht es nicht besser aus. Auch sie finden keinen erfolgreichen Weg ins Böhlitzer Hinterland, aus dem Spiel heraus wird es nicht gefährlich. Standards wie der Freistoß von Luis Müller in der 82. Minute bleiben auch ertraglos – über die Mauer und auch übers Tor. Haarig wird es dann ab der 81. Minute für Böhlitz- Scharschmidt, schon Gelb belastet, sieht die zweite Gelbe in diesen Spiel und muss damit mit Gelb/Rot vom Platz. Der TSV somit in den letzten zehn – zwölf Minuten in Unterzahl. Letzter Wechsel für Böhlitz in Minute 82 – für Max Reimann kommt Eric Splitt. De Gäste hatten in der 60. Minute das dritte Mal gewechselt, Tom Schweizer für Ronny Löchert. Trotz Unterzahl ist Böhlitz in den Schlussminuten näher an der Führung als die Gäste. Allerdings belohnen sie sich nicht, Ungenauigkeit und mit zu wenig Energie in der Endkonsequenz stehen ihnen da selber im Wege. Somit bleibt es beim 2:2, Punkteteilung am heutigen Spieltag.
Nächste Woche heißt es High Noon – 12Uhr Mittags. Es geht beim KSC gegen die zweite Mannschaft des KSC, einem Gegner aus dem oberen Tabellendrittel.

TSV Böhlitz-Ehrenberg: Michalski – Reiber – Albrandt – Scharschmidt, Pestel – Reimann (82. Minute Splitt), Ronniger (46.Minute Binder), Motzigemba – Barth, Hirse, Schulze

Zuschauer: 20




Wernesgrüner Stadtpokal
2. Runde Saison 2017/2018
SpG SG Leipzig-Bienitz ll/TuS Leutzsch ll/SV West 03 ll -
TSV Böhlitz-Ehrenberg ll

Zweite Runde Stadtpokal, ein Spiel – vier Mannschaften. Die 2. Herren des TSV gegen die Spielgemeinschaft aus den zweiten Mannschaften von Bienitz, TuS und West 03. Gespielt wird in Burghausen auf dem Gelände der SG Leipzig-Bienitz. Das Wetter heizt nicht gerade die Fußballeuphorien an, schon am Vortag und in der Nacht glänzte Petrus mit anhaltender Inkontinenz. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn öffneten sich dann noch mal die Schleusen derart als wenn die Natur der Region den Reisanbau ermöglichen wollte. Mit Spielbeginn wurde daraus ein vorerst anhaltender Nieselregen.
Anpfiff und die SpG in der 1. Minute mit dem ersten Standard – Freistoß aus dem Halbfeld nach Foul an Ronny Hafke. Maik Schleuning führt aus, Ball kommt aufs Tor und wird von der Abwehr geklärt. Die SpG bleibt weiter in der Vorwärtsbewegung – 3. Minute Christoph Steinke sucht von der linken Seite den Abschluss, Keeper Maximilian Michalski hat ihn. Beide Seiten gehen das Spiel von der offensiveren Seite an, auch Böhlitz findet den Weg aufs gegnerische Tor. So wie in der 6. Minute: Max Reimann ist der letzte in der Kette, sein Schuss geht aber leider am Tor vorbei. Bei der Konstellation das die Gastgeber in ihrer Hälfte beschäftigt werden stehen sie mit erhöhten Personalaufwand kompakt in der Abwehr und schalten daraus schnell in den Konterversuch um. So auch in der 8. Minute: dem straffen Schuss von Denny Frank Kai Schiebold aus der Distanz geht ein Ballverlust im Mittelfeld voraus. Michalski lenkt den Ball hinter die Torauslinie – Ecke. Aus dieser Ecke erzielt Felix Gaudlitz den 1:0 – Führungstreffer für die Gastgeber. Er „stochert“ den Ball aus dem Gewühle im Fünf-Meter-Raum über die Linie ins Netz. Eine Viertelstunde ist gespielt, der Regen gibt auf. Böhlitz zeigt sich im Spiel wie folgt: sie bauen nicht schlecht von hinten aus der eigenen Hälfte das Spiel auf, schaffen es in Kombination oder in Einzelleistung bis ins Halbfeld des Gegners. Dort bleiben sie aber viel zu schnell in der Abwehr hängen, kommen nicht aufs Tor durch. Und im Abschluss, sei es aus der Nähe und/oder auch aus der Distanz sind sie zu harmlos, nicht energisch genug. So wie in der 18. Minute: Ecke für den TSV, der Ball kommt zentral aufs Tor. Keiner der aufgerückten Spieler zeigt leider eine gewisse sportliche Aggressivität das Leder zu versenken. Und wenn man sie vorn nicht macht….. 25. Minute: Steinke kommt über die linke Seite, Reiber geht hin. Im Versuch ihn zu stellen kommen beide in den 16er, dort geht Steinke im 1:1 von den Füßen – der Schiri zeigt auf den Punkt. Den Elfmeter verwandelt Hafke zum 2:0. Die Vorstellung wie es laufen könnte und die Realität driften dadurch wieder etwas mehr auseinander. Aber noch ist nichts verloren: Flanke durch Patrick Ronniger von rechts diagonal aufs Tor. Dort steht Jan Barth frei – 30. Minute 2:1! Wichtiger Treffer zu einem nicht ungünstigen Zeitpunkt, denn es sind noch fünfzehn Minuten bis zur Pause. Eine Viertelstunde Zeit um noch vor dem Pausenpfiff die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Leider wird daraus nichts, im Gegenteil ist die SpG näher am dritten Tor. 33. Minute: Alexander Schröder trifft per Kopf die Latte. 41. Minute: wieder Schiebold aus der Distanz, Michalski lenkt drüber. 45. Minute: Hafke trifft das Lattenkreuz. Halbzeit. Fazit der ersten Hälfte: die Achillessehne des TSV scheint der Angriff zu sein – zu harmlos, es fehlt die Konsequenz. Situationsweise wirkt Böhlitz zu statisch und zu langsam. Als Gegenstück agiert Tommy Reiber wie der Stahlbesen zwischen Abwehr und Hüter und entschärft so manchen heiklen Augenblick.
Wiederanpfiff und die erste Welle geht an die Hausherren, wieder ist es Schröder mit dem Zug aufs Tor. Die SpG wirkt jetzt noch dominanter als in der Hälfte Eins, der TSV kommt kaum noch hoffnungsvoll in den Strafraum der Gastgeber. Das Glück haben sie noch auf ihrer Seite – 61. Minute: erfreulicherweise trifft Schröder wieder nur die Latte. Erster Wechsel bei Böhlitz in der 62. Minute: für Henri Schulze kommt Kevin Lange. Auch die SpG wechselt dann in der 68. Minute: Paul Frölich für Alexander Schröder. Die 70. Minute bringt dann eine Vorentscheidung. Reiber sieht sich plötzlich vier Mann gegenüber die ohne nennenswerte Gegenwehr durchgekommen sind und auch nicht verfolgt werden. Von den Vieren ist es Thomas Voss der das 3:1 erzielt. Der Druck auf den TSV bleibt bestehen, selbst Langholz bringt keine Entlastung da die Bälle viel zu schnell wieder Retour kommen. Und dann in der77. Minute ein Dejavu – wieder Ecke für die SpG, wieder ein Gegentreffer im dichten Gedränge aus der absoluten Nahdistanz. Diesmal ist es Schiebold – 4:1. Beide Seiten wechseln noch mal – in der 79. Minute auf der Seite der Hausherren Trong Ngo Duc für Christoph Steinke und in der 80. Minute Alex Chatzini für Patrick Ronniger beim TSV. Dann noch ein Aufflackern in der 83. Minute für Böhlitz. Vom Prinzip her das erste Mal in der zweiten Hälfte das der TSV richtig aktiv in den Strafraum der Gastgeber kommt und dort anfängt zu Initiative zu zeigen. Prompt wird Barth im Ballbesitz von den Füßen geholt, diesmal Elfmeter für Böhlitz. Tim Görlitz übernimmt – 4:2. Mehr wird es dann auch nicht, die „Spieldrehung in der Schlussphase“ bleibt aus. Im Pokal ist hier Endstation. Eine Spieleinschätzung aus den eigenen Reihen nach Abpfiff: „das war heute wie ein Rückfall in das Vorjahr.“ Wer die Spiele in der aktuellen Staffel verfolgt hat weiß das dass dann heute eine Ausnahme, ein Ausrutscher war. Also Haken dran und Kopf hoch. Nächsten Sonntag geht es nach Lindenau zur Dritten der 1848er. Nur ein Punkt trennt die beiden Mannschaften momentan in der Tabelle…..

TSV Böhlitz-Ehrenberg: Michalski – Reiber – Scharschmidt, Pestel – Reimann, Ronninger (80. Minute Chatzini) – Barth,
Görlitz, Schulze (62. Minute Lange) – Motzigemba, Splitt

Zuschauer: 20